Überall ist Krieg. In den Nachrichtensendungen, in den Reden der Politik, in den Kürzungen zu Gunsten ständiger Aufrüstung. Vor allem aber ist Krieg auf den Schlachtfeldern. Dort wo Bomben und Panzer jetzt gerade töten. Wo sich das Bild einer grausamen Zukunft zeigt, die der Militarismus in sich trägt wie die Wolke den Regen.
Doch wo es Krieg gibt, gibt es auch Widerstand gegen diesen. In unserer antimilitaristischen Veranstaltungsreihe in Mannheim haben wir zwischen September und November 2026 Menschen zu Gast, die von der Realität des Krieges ebenso wie vom Kampf gegen diesen berichten - von Venezuela über die Ukraine bis zur Westsahara.
Hier findet ihr einen Überblick über die geplanten Veranstaltungen. Die Seite wird regelmäßig aktualisiert, wenn weitere Veranstaltungstermine feststehen.
11.09. 20 Uhr, SWK Mannheim, Fritz-Salm-Straße 10:Stell Dir vor es ist Krieg – und alle wollen mitmachen. Linke zwischen den Fronten oder Linke an die Front? Vorläufige Bilanz des Ukrainekrieges mit Ewgeniy Kasakow
Als im Februar 2022 die russische Armee in die Ukraine einmarschierte, solidarisierten sich viele Linke in der Ukraine, international und auch in Deutschland mit dem angegriffenen Staat. Insbesondere in anarchistischen und post-autonomen Kreisen, aber auch in der jüngeren Anhängerschaft der Linkspartei war die Unterstützung groß. Durch deren Chatgruppen und Instagram-Accounts rauschten Bilder anarchistischer Freiwilliger in der ukrainischen Armee, es wurde zu Spenden für anarchistische Einheiten aufgerufen. Auch wenn man von diesen lange nichts mehr gehört hat, wird in diesem Milieu immer noch vehement für die Unterstützung des ukrainischen Kriegsanstrengungen geworben.
Auf der anderen Seite gibt es in einigen traditions-antiimperialistischen und marxistisch-leninistischen Kreisen Fürsprecher der Politik Putins, weil diese als Gegenpol zum westlichen Imperialismus angesehen wird.
Ansätze, jenseits derartiger Parteinahmen Widerstand gegen das Morden im Osten der Ukraine zu diskutieren und zu organisieren blieben bis heute marginal.
23.09. 19 Uhr, Ort tba: Der Krieg im Sudan - eine unbeachtete internationale Katastrophe
Von den Medien weitgehend ignoriert, findet im Sudan seit über drei Jahren ein Krieg zwischen zwei Generälen statt, der die größte humanitäre Katastrophe der Erde und eine weitreichende politische Krise ausgelöst hat. Internationale Mächte befördern den Krieg durch Waffenlieferungen, um imperialistische Interessen durchzusetzen. Für die Bevölkerung bedeutet der Krieg Bombardierungen, Massaker, Massenvergewaltigungen, Hungersnöte, Zerstörung der Infrastruktur und Vertreibung. Menschenrechtsorganisationen und die UN benennen den Krieg in Teilen als Genozid. Wir informieren über die Hintergründe des Krieges, die Kriegsparteien und ihre internationalen Unterstützer, sowie über regionale Auswirkungen. Wir sprechen über das Demokratiestreben der Zivilbevölkerung und den mutigen Aktivismus vieler Menschen im Sudan.
Nach dem Vortrag gibt es Zeit für Fragen und Diskussion.
3.11. 19 Uhr, Ort tba: Westsahara
Veranstaltung mit Smara Westsahara-Solidarität Frankfurt.
Ankündigungen zu weiteren Veranstaltungen zu Venezuela, Iran, Israel / Palästina und Kurdistan folgen.
